Entschärfung der Verkehrssituation in Katzwinkel

Januar 2023

Matthias Reuber will Entschärfung der Verkehrssituation in Katzwinkel


Katzwinkel. Der heimische Landtagsabgeordnete Matthias Reuber will sich für eine Entschärfung der Verkehrssituation in Katzwinkel einsetzen. Im November des vergangenen Jahres hatte sich Reuber mit Sascha Hombach und Martin Höfer von der BFKE (Bürger für Katzwinkel-Elkhausen) getroffen, um mit ihnen die Sachlage zu erörtern. „Mehr als 2000 Fahrzeuge passieren täglich die mehr als 3 Kilometer lange Knappenstraße“ so schildert Reuber eine Erkenntnis des Treffens, aus der heraus er eine kleine Anfrage an die Landesregierung stellte. Wann in den vergangenen drei Jahren wurden Geschwindigkeitskontrollen an der L 279 in Katzwinkel durchgeführt, welche Auffälligkeiten haben sich dabei ergeben, welche weiteren Möglichkeiten sieht die Landesregierung, die Verkehrssicherheit entlang der Knappenstraße (L 279) in Katzwinkel zu erhöhen, wie beurteilt sie die Vorschläge des Gemeinderates zur Installation eines weiteren Fahrbahnteilers und von Querstreifen im Bereich der Ortseingänge und den Vorschlag zur Installation eines beidseitigen Radweges entlang der Knappenstraße?, so lauteten die Fragen. „Das Ergebnis kann uns nicht zufrieden stellen“, sagt Reuber auf die Antwort seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, die er jetzt mit Hombach und Höfer auswertete und aus der hervorgeht, dass derzeit kein Handlungsbedarf erforderlich sei. Allerdings sieht er im letzten Punkt des Schreibens eine Art „Türöffner“, da aus dem Wortlaut hervorgehe, dass Ministerin Daniela Schmitt im Hinblick auf den im Katzwinkler Gemeinderat diskutierten Bau eines Radweges an der Knappenstraße anregt, das Vorhaben während der regelmäßigen Planungsbesprechungen zwischen den Kommunen und dem regional zuständigen Landesbetrieb Mobilität Diez zu diskutieren. „Ein Radweg ist eine von vielen Möglichkeiten, die Situation nachhaltig zu entschärfen, weil er einen Teil der Straßenbreite beansprucht und somit den Streckencharakter als Durchgangsstrecke verändert, was wiederum zu einer Geschwindigkeitsreduzierung des Autoverkehrs beiträgt“, so Reuber, eine Einschätzung, die auch Sascha Hombach und Martin Höfer teilen. Auch Ortsbürgermeister Hubert Becher ist in die Initiative involviert. „Bei einer Fahrbahnbreite von 6,50m und ohne größere Hindernisse verleitet dies mehr als 60 Prozent der Verkehrsteilnehmer zum zu schnellen fahren. Dies wird durch das von der Gemeinde angeschaffte Geschwindigkeitsmessgerät immer wieder bestätigt“, sagt Sascha Hombach, der -ebenso wie sein Mitstreiter Martin Höfer- einen einseitigen Zweirichtungsradweg und auf der Gegenseite die Weiterführung von gekennzeichneten Parkbuchten durch die ganze Ortslage befürwortet. „Falls dieser Radweg in Richtung B62 und in die andere Richtung nach Wingendorf weitergeführt wird, könnte ein lückenloses Wegenetz von Altenkirchen oder der Siegmündung bis an den Biggesee für Fahrradfahrer entstehen“, erläutert Höfer die Chance zum „Lückenschluss“. Auch weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung haben der Landtagsabgeordnete, Ortsbürgermeister Hubert Becher und die beiden Initiatoren im Blick, angefangen von Fahrbahnteilern bis hin zu Parkbuchten mit Bäumen, die eine Durchfahrt durch selbige verhindern würden, reichen die Ideen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Radweg. „Wir bleiben am Ball“, sagen Höfer und Hombach unisono und Matthias Reuber fügt an: „Ich freue mich auf ein Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität und ich hoffe, dass wir hier gemeinsame Lösungen finden“.